Krankenhaus Meißen

Krankenhaus Meißen

Am 18. November 1863 wurdewurde das „Arbeits- u. Versorgehaus“ eingeweiht und aus us der dort befindlichen Krankenstube für akut erkrankte Insassen des Versorgehauses entwickelte sich das Krankenhaus Meißen.

Krankenhaus Meißen

Krankenhaus Meißen

Nach Umbau des Häuschens zum Krankenhaus um 1878, hatte der Arzt Dr. Körner, der die Leitung des Krankenhauses übernahm, durch Ordnung, Sauberkeit und gute Verpflegung die Zahl der Hilfesuchenden ständig ansteigen lassen.
1886  machte sich ein Krankenhausneubau erforderlich, der am 20. Juli seiner Bestimmung übergeben wurde.

Sei es durch Einwirkung der freundlichen Räume, der hingebungsvollen Krankenpflege und das Bestreben, die Kranken nach den neuesten Grundsätzen und Anschauungen der Wissenschaft zu behandeln, oder durch die seit 1884 eingeführte Krankenversicherung – die Patientenzahl stieg stetig. Waren es im Jahr 1880 noch 200 Kranke, so wurden im Jahr 1898 bereits 758 Patienten versorgt. Als Folge reichten die zur Verfügung stehenden Betten nicht mehr aus.

Am 07. Juni 1899 wurde ein Erweiterungsbau bezogen, der nach damals modernsten Grundsätzen errichtet worden war. Eine große Verbesserung war der Einbau einer Zentralheizung und die Ausstattung mit fließendem Wasser in den Zimmern. Eine für damalige Zeiten große Errungenschaft war die Wasserspülung in den Klosetts. Den Ärzten stand erstmalig ein Röntgenapparat, der an das Elektrizitätswerk der Firma Teichert angeschlossen war, zur Verfügung. Besonderer Wert wurde auf ein modernes Operationszimmer und ein Isolierhaus gelegt.

Auf dem Gelände des 1913 abgebrochenen alten Versorgehauses in der Fabrikstraße entstand als Ostflügel ein Anbau, der am 19. September eingeweiht wurde. Sofort nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges diente der neue Flügel als Lazarett bis zum März 1919.

Von 1930 an förderte eine Krankenpflegeschule die Aus- und Weiterbildung der Schwestern, die aus dem Diakonissenhaus Aue stammten. Für die Unterkunft wurde durch den Ausbau des Dachgeschosses im alten Haus des Landkrankenhauses (Hospitalstraße) gesorgt.

Der Zusammenbruch des Deutschen Reiches bedeutete auch für das Gesundheitswesen einen schweren Beginn. In mühevoller Arbeit und unter Überwindung der unzähligen Materialschwierigkeiten gelang es, das Stadt- und Landkrankenhaus instand zu setzen, ebenso einen Teil des Inventars zurückzuführen und einen geregelten Krankenhausbetrieb zu gewährleisten.

Den Namen „Kreiskrankenhaus“ erhielt die Einrichtung 1951 durch die Unterstellung des bisher selbständigen „Krankenhaus- und Anstaltenverbandes“ zum „Rat des Kreises“ am 01. Januar.

1992 wurde dem Krankenhaus Meißen eine moderne Röntgenabteilung mit Computertomographie, Sonographie, Mammographie- und Angiographiearbeitsplatz am Standort Hospitalstraße übergeben. Ein Farb-Echocardiograph, ein Langzeit-EKG und das Einpflanzen von Herzschrittmachern verbesserte die Diagnostik und Behandlung von Herzpatienten.

Aufbauend auf der alten Tradition von 1930 bis 1971 hat das Kreiskrankenhaus Meißen wieder eine Krankenpflegeschule. Im September wurde an unserem Krankenhaus die erste neue Berufsfachschule für Krankenpflege nach der politischen Wende im Freistaat Sachsen eröffnet. 1992 wurde auch ein Krankenhausneubau beschlossen.

1998 fand die Übergabe des neuen Krankenhauses statt. Seit dem verfällt das alte Krankenhaus Meißen. Mehre Brände haben es verwüstet.

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