Lost im Harz

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Lost im Harz – verfallene Köhlerei

Lost im Harz – ein kleiner aber feiner Lost Place findet sich gut versteckt im Wald in der Nähe der Ortschaft Horla.

Bei diesem Lost Place handelt es sich um eine alte verfallene Köhlerei. Überliefert ist auch, dass früher die Bauern die Holzkohle zu den Kupferminen gefahren haben. Bezeichnender Weise auf der Kohlestraße.

Lost im Harz - verfallene Köhlerei mitten im Wald

Lost im Harz – verfallene Köhlerei mitten im Wald

Die Holzkohle war ein ein erforderlicher Bestandteil, um aus den Erzen bei der Verhüttung das Kupfer zu gewinnen. die sogenannte Reduktion.

Die Herstellung von Holzkohle (Köhlerei) war vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert ein wichtiger Wirtschaftszweig. Über das Jahr gesehen verteilt sich die Arbeit der Köhler in zwei Abschnitte.

Im Winter wird Holz geschlagen, im Sommer verkohlt. Technisch gesehen handelt es sich bei der Köhlerei um die trockene Destillation des Holzes.

Holzkohle ist das Endprodukt der unter weitgehendem Luftabschluss erfolgten thermischen Zersetzung. Unter zunehmender Wärme wird das Lignin des Holzes immer weiter chemisch aufgespalten, wobei ein Großteil der im Holz enthaltenen Stoffe entweder ausgetrieben oder zu Kohlenstoff umgewandelt werden.

Im Gegensatz zu Holz enthält Holzkohle kein in den Zellen gebundenes Wasser und hat dadurch einen wesentlich höheren Brennwert, der fast an den Brennwert von Steinkohlenkoks heranreicht.

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