Druckmaschinenwerke Philipp Swiderski Leipzig

VEB Druckmaschinenwerke Philipp Swiderski Leipzig

Weiterverlagerung des Dampfmaschinenwerks Philip Swiderski von der Talstraße nach Großzschocher um 1889.

Druckmaschinenwerke Philipp Swiderski

Druckmaschinenwerke LeipzigPhilipp Swiderski

Ab 1916 Industriewerke GmbH als Hersteller von Druckmaschinen ab 1921. Am Ende VEB Druckmaschinenwerke Philipp Swiderski Leipzig.

Im Jahr 1867 kaufte Philipp Swiderski in der Reudnitzer Straße in Leipzig eine Werkstatt und beginnt hier mit der Produktion von Lederverarbeitungsmaschinen. Es folgt die Produktion von Buchdruck-Schnellpressen und Lithographie-Pressen. Im Jahr 1871 siedelte er mit seinem Unternehmen in die Talstraße über. Ab 1875 kommt hier die Produktion von Dampfmaschinen hinzu. 1880 wird die Produktionspalette um Lokomobile erweitert.

Da das Firmengelände am alten Standort nicht erweiterbar war wurde 1888 in einem entstehenden Industriegebiet in Leipzig-Plagwitz an der Zschocherschen Straße 78 eine neue Fabrik im neogotischen Stil errichtet. 1892 wurde die Fabrik um ein Gießereigebäude erweitert. Im gleichen Jahr wurde die Produktion von Petroleummotoren aufgenommen. Im Jahr 1894 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Swiderski war hier der Hauptaktionär. Um 1897 trat das Unternehmen unter dem Namen „Leipziger Dampfmaschinen- & Motorenfabrik vormals Ph. Swiderski“ auf. Am 4. Januar 1900 wurde das Unternehmen unter dem neuen Namen „Maschinenbau-Aktiengesellschaft vorm. Ph. Swiderski“ eingetragen.

Am 16. Oktober 1916 übernahm die „Industriewerke GmbH“ das Unternehmen. Ab jetzt konzentrierte man sich auf den Bau von Druckereipressen. Am 19. März 1921 übernahm das 1908 gegründete Unternehmen „Schröder, Spiess & Co.“ das Werk. Hergestellt wurden jetzt neben Druckmaschinen auch Falzmaschinen und Bogenanlegermaschinen. 1927 ist das Unternehmen unter dem Namen „Georg Spiess Maschinenfabrik“ bekannt.

Das unter dem Namen Georg Spiess GmbH eingetragene Unternehmen wurde 1953 verstaatlicht. Der Firmenname lautete jetzt VEB Bogenanlegerwerk. Im Zuge der Zusammenlegung verschiedener VEB Betriebe wurde das Werk ab dem 1. Januar 1960 als Betriebsteil III dem VEB Druckmaschinenwerk Leipzig zugeordnet. Nach der Wende wurde der Betrieb eingestellt und das Gelände kam unter die Verwaltung der Treuhand-Liegenschaftsgesellschaft mbH. Mitte der neunziger Jahre wurde das Gelände an die Rübesam Verwaltungs-GmbH verkauft.

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