Zuckerfabrik Halle – Neue Actien-Zucker-Raffinerie

Zuckerfabrik Halle

Zuckerfabrik Halle „Neue Actien-Zucker-Raffinerie“ in Halle Saale am Thüringer Bahnhof, abgerissen 2006.

Zuckerfabrik Halle

Zuckerfabrik Halle

1861/62 erbaute Zuckerraffinerie mit sechs Geschossen und einem Kellergeschoss. War lange Zeit Halles größter Industriebau und in seiner Hochzeit das zweitgrößte Raffineriegebäude in Deutschlad.
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Die 1859 in Halle (Saale) gegründete „Neue Actien-Zuckerfabrik“, nahm 1862 die Produktion auf und entwickelte sich zu einer der größten und modernsten deutschen Zuckerraffinerien. Dennoch ging das Unternehmen 1880 in Konkurs. Ein Konsortium kaufte 1881 die Betriebsanlagen und gründete unter dem Namen Zuckerraffinerie Halle AG ein neues Unternehmen, das täglich 10.000 Zentner Rohzucker verarbeitete. Das Absatzgebiet erstreckte sich bis nach Sachsen, Thüringen, Bayern und (vor dem Ersten Weltkrieg) nach England.
Während des Ersten Weltkriegs arbeiteten Soldaten aus dem Offiziersgefangenenlager (Halle) in der Fabrik. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Unternehmen enteignet und in Volkseigentum überführt. Der Betrieb wurde 1993 stillgelegt.
Die ältesten Bauten wurden 1861/62 von Ernst Stüvern entworfen. Später wurde der Komplex mehrfach erweitert. Nachdem mehrere Umnutzungskonzepte für die historische Bausubstanz gescheitert waren, wurden die Anlagen 2006 abgerissen, um Platz für einen Neubau der Computer-Firma Dell zu schaffen.

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