Sternburg Brauerei Leipzig Lützschena

Sternburg Brauerei

Sternburg Brauerei Leipzig

Sternburg Brauerei Lützschena

1948 wird der Besitz der Sternburg Brauerei in Volkseigentum überführt, um 1968 als ein Betriebsteil des VEB Getränkekombinat Leipzig zu fungieren. Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung wird 1990 das eigenständige Unternehmen „Sternburg Brauerei GmbH“ in Kooperation mit dem Stuttgarter Hofbräu gegründet.

1822 erwarb der Leipziger Kauf- und Handelsherr Maximilian Speck das Rittergut Lützschena und das dazugehörige Brauhaus und richtete auf ihm einen landwirtschaftlichen Musterbetrieb ein. Der Ort erlebte einen großen Aufschwung. Mit diesem Datum beginnt die Geschichte der Marke Sternburg Brauerei. Kurz darauf erhob der bayrische König Ludwig I. ihn aufgrund seiner Verdienste in den Freiherrnstand. Er nannte sich seitdem Maximilian Freiherr Speck von Sternburg. Sternburg Bier wurde ein bekannter Markenname. Speck von Sternburg belebte mit seinen in Bayern gesammelten Erfahrungen auch den Hopfenanbau.

1945 fiel der ländliche Besitz der Familie Speck von Sternburg unter die Bodenreform. Die Gemäldesammlung der Familie Speck von Sternburg ging in den Besitz der Sternburg Stiftung über und wird dem Leipziger Museum der Bildenden Künste für Ausstellungen zur Verfügung gestellt. 1948 wurde die Brauerei als Volkseigentum verstaatlicht.

Im Jahre 1959 wurden die Sternburg Brauerei Lützschena, die Sternen-Brauerei Schkeuditz und die Malzfabrik Schkeuditz zum VEB Brau- und Malzkombinat Sternburg zusammengeschlossen. Das Spezialbier „German Pils“, zur Leipziger Frühjahrsmesse 1966 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet, wurde nach Ungarn, Rumänien, Bulgarien und in die Sowjetunion exportiert sowie bei der Bordverpflegung auf den Schiffen der DDR und in den Flugzeugen der DDR-Fluglinie „Interflug“ eingesetzt. 1968 – mit der Kombinatsbildung – wurde die Brauerei Betriebsteil im VEB Getränkekombinat Leipzig.

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