Schloss Helmsdorf

Schloss Helmsdorf – Romantischer Lost Place im Harz

Schloss Hermsdorf ist eine der anmutigst gelegenen Besitzungen des ein­stigen Mansfelder Seekreises. Auf einer Terrasse erhebt sich der stattliche, durch den als Säulenhalle ausgebildeten Mittelrisalit mit zweiseitiger Freitreppe betonte klassizistische Bau.

Schloss Helmsdorf

Schloss Helmsdorf

Helmsdorf steckte noch voller Erinnerungen an die Kerssenbrock’sche Zeit. Natürlich vor allem das Schloss Helmsdorf, das in heiter gelassener Ruhe aus mäßiger, aber ein­drucksvoller Höhe in das Tal schaute und bei dem sich dem Betrachter der Vergleich mit Sanssouci aufdrängte. Auch der Park, den Generationen gepflegt und gepflanzt hatten und den der Besucher als vollendete Schöpfung genoß. Buchengänge durchzogen ihn und herrliche Bäume kamen als Einzelwesen zu ihrem Recht. Hier war eine romantische, bewußt stimmungsvolle Landschaftsgestaltung am Werke gewesen, die eine Klopstock-Linde mit Bank und Inschrift in den Park setzte und in seinem östlichen Teil den überraschenden Durchblick auf das Schloss Helmsdorf schuf, das über Wiesen und Terrassen, bunten Beeten und plätschernden Springbrunnen, vom Baumwerk umrahmt, sich in klassischer Schönheit erhob. Allen den vielen Men­schen, die hier als Gäste weilen durften, blieb der Besuch in Schloss Helmsdorf unvergeßlich, durch den Zauber, den Natur und Menschenhand vereint geschaffen hatten, und durch die gepflegte Haltung von Haus und Garten. Die Nachbarn erzählten schmunzelnd, daß, wenn in Helmsdorf Einquartierung lag und der Posten vor dem Hause auf dem geharkten Sandplatz auf- und abschritt, ein altes Weib­lein auf Filzpantinen hinter ihm herschlich und unermüdlich frisch harkte. Und im Haus war es nicht anders, ob sich nun das „feudale“ Helmsdorf bei großen Fami­lienfeiern, Geburtstagsfesten und feucht-fröhlichen Jagden produzierte oder ob sich das alltägliche Leben mit einem sehr pünktlich ablaufenden Tagesgeschehen abspielte.

Quelle: von Krosigk

Kommentare sind geschlossen.